Lustlosigkeit

Aktuell geht bei mir gar nichts. Keine Selbstbefriedigung, und Sex erst recht nicht. Mein Leben ist gerade ziemlich stressig, ich habe einen neuen Job und bin aktuell nicht so glücklich. Ich finde mich gerade auch nicht selbst attraktiv, was weniger an meiner Figur liegt, sondern eher daran, dass ich mich selbst nicht leiden kann. Ich sollte mal etwas Sport machen, damit ich eine bessere Körperspannung und generell bessere Laune bekomme. Und natürlich eine bessere Ernährung, das würde mich dann auch den aktuellen Pickelausbruch ersparen. Ich könnte so viel, fühle mich jedoch gerade sehr gelähmt und ausgelaugt.

Und genauso geht es meiner Libido. Hallo Libido, es wäre schön wenn du dich mal wieder bei mir meldest. Danke.

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Deine Bodypositivity kotzt mich an

Ich bin nicht bodypositive, ich bin Dein-Body-Ist-Mir-Egal.

OK, in gefühlten 99,9 % der Fälle ist mir das Aussehen der anderen Menschen egal. Ich muss gestehen, wenn es zum Thema Sex kommt, finde ich es schon wichtig, dass ich meinen Sexualpartner attraktiv (und damit auch schön) finde. Jedoch hat das im Alltag keine Relevanz, denn ich bin nicht der Typ Mensch, der ständig seine Umgebung auf potentielle Menschen mit Fuckability abcheckt.

Und natürlich kann man darüber streiten, ob die Schönheitsideale, die aktuell in den Medien stattfinden, der Menschheit gerecht werden. Je nach Mode gibt es insbesondere für Frauen Körper, die als erstrebenswert dargestellt werden (beispielsweise sind Tätowierungen erst ein Mainstreamtrend dieses Jahrtausends geworden). Da kann ich als Reinhaut nicht mitmachen.

Aber: Zu jedem vorherrschenden Trend gibt es auch Alternativen. Vielleicht finden die meisten Menschen durchtrainierte Männer mit gezähmter Körperbehaarung toll, aber es wird auch nicht so wenige Personen geben, die Männer mit einem eher androgynen Erscheinungsbild heiß finden. Manchmal finden sie vielleicht mehrere Körperformen auf einmal toll! Wer bin ich denn, darüber zu urteilen?

 

Bis in die 90er Jahre hinein gab es Erotika und Pornografie laut Überlieferungen eher im Sinne des „konventionell“ Schönen. Durch das Internet jedoch gibt es eine größere Vielfalt. Jeder Mensch kann heutzutage zeigen, welches erotische Potential er/sie/es hat, und es gibt eine größere Diversität an Körpern. Für fast jeden Fetisch gibt es Pornografie. Das zeigt mir, dass wir bezüglich der Körperakzeptanz auf dem richtigen Weg sind.

Deshalb: Statt ein Körperideal, was wir doof finden, für tot und ungültig zu erklären, lasst uns lieber daran erfreuen, dass es so viele unterschiedliche Körperarten gibt und für jeden etwas dabei ist!

Hedonistische Feierlichkeiten: einige Grundregeln

Hier in Berlin gibt es sehr viele Möglichkeiten, auf hedonistischen Partys zu tanzen und auch seine Sexualität auszuleben. Mir macht es viel Spaß. Ich beobachte dabei gern die Menschen und besonders toll finde ich es immer, wenn die Menschen tolle Outfits tragen. Meiner Meinung nach gibt es aber insbesondere für hedonistische Greenhorns ein paar grundsätzliche Verhaltensregeln, die jeder beachten sollte, damit so eine Party gelingt. Ähnliche Regeln gelten auch beispielsweise für Swingerclubs oder Fetischpartys. Dabei ist es auch egal, zu welcher der Veranstaltungen man geht – wer sich vorher informiert und sich entsprechend verhält, kommt eher rein und hat mehr Spaß!

  • Checkt die Website der Veranstaltung oder des Clubs! Oft stehen da wichtige Informationen, beispielsweise ob es einen speziellen Dresscode gibt oder ob irgendwann Einlassstopp ist.
  • Insbesondere für Paare oder andere Beziehungskonstruktionen: Sprecht vorher ab, wie weit ihr gehen möchtet! Wie oft sind schon Tränen geflossen, weil einer der Partner anfing, mit einer dritten Person zu knutschen. Um Eifersuchtsszenen zu vermeiden, sprecht ihr am besten vorher ab, was ihr an diesem Abend tun möchtet und wie weit ihr (mit anderen) gehen möchtet.
  • Paare werden oft bevorzugt. Die Veranstalter und Clubbetreiber achten häufig darauf, dass das Geschlechterverhältnis ausgewogen ist.
  • Zieht euch etwas Schickes an, das zur Party passt! Bei vielen Partys scheitern einige Gäste schon an der Tür. Das gilt insbesondere oft für Männer, die alleine kommen. Wer in „normalen“ Klamotten erscheint, wird nicht reingelassen. Frauen haben es da extrem leichter, ich selbst kam auch schon in Outfits aus dem H&M ins Kitkat, aber es ist für Männer zumindest modisch schwieriger. Natürlich muss es nicht gleich ein Heavy-Rubber-Outfit sein (ganz besonders, wenn man überhaupt nicht darauf steht), aber ihr könnt sicherlich auch in Second-Hand-Läden etwas finden, oder ihr bastelt aus bereits vorhandenen Klamotten etwas Neues. Auch mit Bodypaint kann man sich schön dekorieren. Geschmackvoll inszenierte Nacktheit ist je nach Veranstaltung auch eine Möglichkeit. Wer kreativ ist, kann auch mit wenig Geld ein erotisches und fantasievolles Outfit kreieren! Kleidung aus dem Fetisch-Bereich ist oft eine gute Idee, aber leider nicht billig. Oft schreiben auch die Clubbesitzer oder Veranstalter, wie sie sich die Garderobe ihrer Gäste vorstellen. Trotzdem gibt es nach wie vor viele Feierwütige, die aufgrund von langweiliger Garderobe leider draußen bleiben müssen oder wieder herausgeschickt werden, da nutzt auch keine Diskussion mit dem Türsteher oder ein Platz auf der Gästeliste.
  • Entscheidet euch im Zweifel fürs feste Schuhwerk. Auf hedonistischen Partys wird wild gefeiert, und da passiert es dann schon, dass Flaschen und manchmal auch Scherben auf dem Boden landen. Und ganz besonders wenn es voll ist, tritt einem leicht jemand auf die Füße. Wer darauf nicht steht, sollte sich entsprechende Schuhe anziehen.
  • Informiert euch über die Musik, die auf der Party läuft! Wer partout keinen Techno mag, der wird auf einem 20-Stunden-Rave nicht glücklich werden. Und in Berlin läuft auf vielen Partys Techno, House oder irgendwas dazwischen.
  • Nehmt euch Kondome, Desinfektionsmittel, Lecktücher und andere Safer-Sex-Hilfsmittel mit, die ihr benötigen könntet! Sollte selbsterklärend sein. Manchmal haben aber auch die Clubs oder Veranstalter Kondome vorrätig.
  • Insbesondere aktuell für Berlin, aber generell sinnvoll: Lasst euch gegen Hepatitis impfen. Hier in Berlin gibt es zwar bis jetzt „nur“ zwei Orte, die als Quelle für den aktuellen Ausbruch von Hepatitis A, nämlich das Kitkat und das Berghain, aber das heißt noch lange nicht, dass ihr euch nicht woanders infizieren könnt.
  • Bleibt höflich! Auf der Party selbst sollte man natürlich die allgemeinen Höflichkeitsregeln und seinen gesunden Menschenverstand benutzen. Nur weil jemand beispielsweise besonders freizügig herumläuft, heißt das noch lange nicht, dass man den jeweiligen Personen einfach so auf den Po hauen darf. Und Nein heißt auch im Club Nein! Nur, weil ihr da seid, heißt das noch lange nicht, dass hier ein sexuelles Erlebnis garantiert ist.
  • Rechnet mit verpeilten Menschen! Es gibt in derartigen Clubs Menschen, die sich aus vielfältigen Gründen nicht benehmen. Bis zu einem gewissen Grad kann man das sicherlich tolerieren, aber falls Menschen sich zu eigenartig benehmen, das Bewusstsein verlieren, übergriffig werden oder euch bedrängen, ist es nie verkehrt, die Security einzuschalten.
  • Haltet euch beim Gebrauch von Genussmitteln zurück! Hedonistische Partys haben zwar den Ruf, den Exzess zu hegen, aber nur weil man mehr konsumiert, heißt das noch lange nicht, dass man mehr Spaß hat. Wer beispielsweise zu viel Alkohol konsumiert, läuft Gefahr, seine Erektion zu verlieren. Auch sollte man bedenken, dass diese Substanzen enthemmen, und man sich deshalb zu Handlungen hinreißen lässt, die man sonst nicht tun würde. Sobald das Sicherheitspersonal merkt, dass man nicht mehr Herr seiner Lage ist, dauert es oft nicht lange bis man vor die Tür gesetzt wird und gegebenenfalls Hausverbot bekommt.

Es gibt bestimmt noch mehr Regeln, die euch auf solchen Partys begegnen werden, aber prinzipiell ist es meiner Erfahrung nach nicht verkehrt, auf das, die obigen Punkte zu achten. Oft könnt ihr auch beim Veranstalter nachfragen, falls ihr euch unsicher seid.

Dann wünsche ich euch viel Spaß auf der nächsten Party!

Wenn’s an der Vulva brenzlig wird

Was muss ich mal wieder in diesem Internet lesen? Wir schreiben das Jahr 2017 und noch immer gibt es Menschen, die ihren Intimbereich mit Duschgel waschen. Sicherlich haben sie dabei beste hygienische Absichten, aber damit schießen sie leider übers Ziel hinaus. Im besten Fall ist ein Brennen in der Region um die Vulva ein Signal dafür, dass man das Duschgel nicht für die Intimhygiene verwenden sollte. Nicht nur, dass es beim Waschen ein unangenehmes Gefühl verursacht, das Waschen mit Duschgel im Intimbereich kann auch Krankheiten, wie beispielsweise vaginale Pilzinfektionen oder bakterielle Infektionen der Vagina (beispielsweise Vaginose oder Kolpitis) begünstigen. Wie macht man es aber richtig?

Prinzipiell ist es so, dass sich die Vagina ganz gut selbst sauber hält, dafür sorgt das saure Scheidenmilieu zusammen mit den Milchsäurebakterien. Prinzipiell reicht das Waschen mit sauberem, klarem Wasser. Bei mir ist es jedoch so, dass ich mich beispielsweise insbesondere, wenn ich meine Menstruation habe, dann nicht sauber fühle. Deshalb benutze ich gelegentlich zum Waschen eine für den Intimbereich geeignete Waschlotion und, falls ich unterwegs bin, für den Intimbereich geeignete Pflegetücher. Damit fühle ich mich auch ziemlich sauber. Aber prinzipiell reicht sauberes Wasser dafür. Ich fasse meine jetzigen Kenntnisse deshalb nochmal kurz zusammen:

  • Kein Duschgel für den Intimbereich verwenden, insbesondere nicht bei Jucken, Brennen, etc.!
  • Klares Wasser reicht völlig!
  • Falls man doch eine Art Seife verwenden möchte, dann eine dafür geeignete Waschlotion  verwenden (gibt es in Drogerien und Apotheke)
  • Bei Jucken, Brennen, Geruchsveränderungen etc.: Ab zum Frauenarzt!

Falls ihr Fragen habt, dann sollte euch euer Gynäkologe oder Gynäkologin weiterhelfen.

Und was machen die Jungs und Männer? Die achten beim Waschen darauf, dass sie sich das Smegma gut entfernen und können bei der Gelegenheit ihren Intimbereich auch auf Auffälligkeiten untersuchen.

Masturbation – Pornografie und Wirklichkeit

Ich habe mir in meinem Leben bereits den einen oder anderen Porno angeschaut. Das hat wohl jeder von uns schonmal gemacht. Und bei fast allen Selbstbefriedigungsszenen war ich irgendwann an einem Punkt angelangt wo ich der Meinung war: Das ist doch nicht mehr geil, das tut mir doch schon beim Hinschauen weh! Ich bin mir ja im Klaren darüber, dass sexuelle Vorlieben verschieden sind und dass auch Schmerz lustvoll sein kann, aber wenn die Pornodarstellerin ihre Klitorisperle wie ein Rubbellos malträtiert und dabei einen Gesichtsausdruck hat, der dem eines angestrengten Arbeiters an einem Hochofen im Stahlwerk gleicht, dann finde ich das leider alles andere als sexy und meine eigene Erregung geht dabei leider auch flöten.

Wenn ich jedoch masturbiere, dann ist das schon meistens vom Grundaufbau her zumindest optisch eine völlig andere Herangehensweise: Mit meinen Händen arbeite ich eigentlich gar nicht so sehr an meiner Klitorisspitze, außer ich möchte relativ flott feucht werden, dann streichle und massiere ich meine Klitoris als auch meine Vulva. Aber wenn ich einen Orgasmus haben möchte, dann mache ich es lieber so: Ich knülle mir Bettdecke oder Kopfkissen zurecht, und dann reibe ich mithilfe von Hüftbewegungen meine Klitorisspitze an den Stofffalten. OK, eigentlich bewegt sich dabei mein ganzer Körper mit. Bei dieser Art und Weise der Masturbation finde ich eigentlich meinen Orgasmus sehr schön. Aber so habe ich bis jetzt noch nie jemanden in einem Porno mastubieren gesehen!

Ab und zu benutze ich aber auch mal einen Vibrator zum Masturbieren, aber damit komme ich noch nicht immer so gut zurecht, und auch, wenn ich einen Vibrator bis zum Orgasmus benutze, ist der Orgasmus meistens nicht so schön und eher erschöpfend.

Wie sieht das eigentlich bei euch aus? Mache ich etwas beim Benutzen von Vibratoren falsch, muss man sich erst an Vibratoren gewöhnen oder habe ich einfach noch nicht den für mich geeigneten Vibratoren gefunden?

Ich hab doch auch keine Ahnung!

Bis vor einigen Jahren war für mich Sex etwas, was man eben macht, weil es in einer Beziehung dazugehört. Lust hatte ich zwar schon, aber irgendwie hatte ich keine Ahnung, wie ich beispielsweise jenseits der Masturbation zum Orgasmus komme. Dass Sexualität eine Kulturtechnik ist, und nicht nur wildes Gerammel, mit dem man übt, wie man Nachwuchs zeugt. So wurde Sex bei mir eher zu der Veranstaltung, bei der man mal ungestört die Einkaufsliste im Kopf durchgehen konnte und wartete bis der Mann gekommen war. Deshalb fand ich Sex jetzt nicht so geil. Auch fand ich die Sexshops vor ungefähr 10 Jahren auch nicht so berauschend. Freunde hatten mich damals in einen Sexshop reingeschliffen, aber ich war relativ froh, als ich wieder draußen war, denn schon von der Ladengestaltung her fand ich das ziemlich anstrengend. Und für Sexspielzeuge hatte ich mich auch nicht sonderlich interessiert (ich glaube, die Verpackungen fand ich ziemlich blöd). Diese Meinung hat sich bei mir jedoch vor allem dank meines jetzigen Freundes geändert.

Auch jetzt gibt es für mich noch immer viel zu entdecken, beispielsweise frage ich mich immer noch: Warum werde ich von Pornos nicht geil? Mit etwas Glück werde ich es herausfinden.